Einladung zur Pressekonferenz

14. Februar 2020

Einladung zur Pressekonferenz am 18. Februar 2020 um 10:30 Uhr

Der Frankfurter Jugendring (FJR) ist als Dachverband von 29 Jugendverbänden in Frankfurt am Main deren unabhängige und demokratische Interessensvertretung gegenüber Stadtpolitik und –verwaltung. Er gestaltet Kinder- und Jugendpolitik aktiv mit und tritt für die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ein. Zudem versteht sich der FJR als Sprachrohr aller jungen Frankfurter*innen und als deren Anwalt in politischen Gremien und Stadtgesellschaft. Parteipolitisch neutral, aber immer parteiisch und politisch.

In dieser Funktion und Rolle erhebt der FJR bereits seit Februar 2019 öffentlich die Stimme gegen die Deckelung der Zuschüsse und die daraus resultierende Unterfinanzierung einer Vielzahl offener Kinder- und Jugendarbeit. Betroffen von dieser Maßnahme sind die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Frankfurt: Ihnen können aufgrund steigender Allgemeinkosten seit 2015 kontinuierlich immer weniger Angebote in den Einrichtungen gemacht werden. Die im Koalitionsvertrag enthaltenen Versprechungen der Übernahme der Tarifanpassungen für alle Träger/Einrichtungen wurden nicht umgesetzt und es gibt auch keine Anzeichen, dies im kommenden Haushalt zu tun, obwohl im Koalitionsvertrag auf Seite 22 steht:

„Die freien Träger der Sozial- und Jugendhilfe erbringen eine Vielzahl von Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der Stadt. Wir werden im Verlaufe der Wahlperiode dafür sorgen, dass sich die Tariferhöhungen in den Leistungen an die Träger wiederfinden. Wir werden wie bei anderen Zuschussempfängern sicherstellen, dass die vereinbarten Tariftreueverpflichtungen eingehalten und die Angebote regelmäßig evaluiert werden.“

Als Protest gegen ausgebliebene Übernahme Tarifkostenanpassungen, die für zahlreiche Einrichtungen dieses Arbeitsfeldes zur Unterfinanzierung führt, findet am 27.02.2020 der 10. #tag_der_geschlossenen_tuer statt, an dem die Demonstration „2. Walk of Youth“ zum Römerberg führen wird und dort in eine Kundgebung mündet. Der Frankfurter Jugendring will in Zusammenarbeit mit den freien Jugendhilfeträgern der Arbeitsgemeinschaft nach § 78 Sozialgesetzbuch VIII (AG § 78 SGB VIII) diese Protestaktion und ihre Hintergründe

am Dienstag, den 18. Februar 2020, 10.30 Uhr
in der Geschäftsstelle des Frankfurter Jugendrings (Hansaallee 150, 60320 Frankfurt)

vorstellen. 

Teilnehmen werden:

Christian Telschow    (Stellvertretender Vorsitzender Frankfurter Jugendring)
Christoph Wilkens      (UnIg – Unabhängige Träger und Initiativgruppen)
Torsten Schulte          (Geschäftsführer Frankfurter Jugendring)
Weitere Trägervertreter*innen

 

Zum Hintergrund: In Frankfurt am Main gibt es in fast allen Stadtteilen 137 Einrichtungen, 85 Prozent davon sind in Trägerschaft freier Jugendhilfeträger. Obwohl diese und alle anderen Einrichtungen denselben fachlichen Auftrag haben, pflegt die Stadt Frankfurt als Zuschussgeberin verschiedene Fördermodelle. Rund die Hälfte aller Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ordnen sich einem Jugendverband zu. Diese und beinahe alle anderen Einrichtungen werden von den Trägergruppen in der AG § 78 SGB VIII fachpolitisch vertreten.