Pressemitteilung: Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut und die Anliegen junger Menschen sind wichtiger denn je

29. Oktober 2026

Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, werden in vielen Städten junge Menschen auf die Straße gehen, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Sie haben das Gefühl, dass ihre Anliegen, Sorgen und Nöte von der etablierten Politik nicht genügend gehört werden. Ihre Forderungen beziehen sich auf Bildung, Sozialstaat, Klima und Wehrpflicht. Die Forderungen bewegen sich alle in einem nachvollziehbaren und von der Verfassung garantierten Rahmen.

Ein neu zusammengeschlossenes Bündnis namens „Gen Z regelt“ ruft zu friedlichen Demonstrationen auf. Im Sinne einer lebendigen Demokratie ist es ausdrücklich zu begrüßen, dass junge Menschen von ihrem verfassungsmäßig verbrieften Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machen.  

Der FJR hat volles Verständnis für die Anliegen der Gen Z, wie sie im Positionspapier der Bewegung formuliert werden. In ihrem Buch „Kinder – Minderheit ohne Schutz“ weisen der mehrfach ausgezeichnete Bildungs- und Migrationsforscher Aladin El-Mafaalani und andere darauf hin, dass die Belange junger Menschen in der Politik mehr gehört werden müssen, damit wir sie nicht als konstruktive Gestalter*innen unserer zukünftigen Gesellschaft verlieren und damit eine zukunftsfähigere Politik gemacht wird. In Frankfurt lässt die Umsetzung einer Beteiligung junger Menschen an der Stadtpolitik über ein Jugendparlament seit mehr als zwei Jahren auf sich warten. Die Forderungen von „Gen Z regelt“ greifen genau diesen Aspekt der fehlenden Mitbestimmung auf.

Özgün Önal, Vorsitzende des Frankfurter Jugendrings:

„Wir fordern die Frankfurter Lokalpolitik auf, junge Menschen, die am Samstag friedlich für ihre Belange demonstrieren wollen, nicht im Vorfeld durch Vorverurteilung der Proteste zu stigmatisieren. Wir ermutigen die jungen Menschen der Gen Z, sich von der Polemik im Vorfeld der Demo nicht abschrecken zu lassen, bei der Demo dabei zu sein.“

Friedlicher Protest stärkt die Demokratie. Junge Menschen als Expert*innen ihrer eigenen Lebensrealität wissen, wo der Schuh drückt. 

Für Nachfragen steht Ihnen gerne der Geschäftsführer des Frankfurter Jugendrings, Torsten Schulte als Ansprechpartner zur Verfügung: 

Telefon: +49 157 581 820 89
E-Mail: torsten [dot] schulteatfrankfurterjugendring [dot] de